Aktuelles
30.09.2026: Cholesterinsenker ab 70 Jahren: Was die neue STAREE-Studie für Sie bedeutet
Atorvastatin, Cardiovascular Events, and Disability-free Survival in Older Adults (NEJM)
Dass Cholesterinsenker nach einem Herzinfarkt oder bekannter Gefäßverkalkung unverzichtbar sind, ist medizinischer Standard. Lange blieb jedoch unklar, ob auch ältere Menschen, die sich vollkommen gesund fühlen und bisher keine Gefäßerkrankungen, Diabetes oder Demenz hatten, von einer vorbeugenden Therapie profitieren. Die renommierte STAREE-Studie (veröffentlicht im New England Journal of Medicine, August 2026) liefert nun erstmals verlässliche Daten für Menschen ab 70 Jahren.
Über einen Zeitraum von knapp sechs Jahren begleitete die Studie rund 10.000 gesunde Personen über 70 Jahre. Das erfreuliche Ergebnis: Die tägliche Einnahme des Cholesterinsenkers Atorvastatin senkte das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse – wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder erforderliche Stent-Implantationen – um rund 30 Prozent. Gleichzeitig erwies sich die Therapie als ausgesprochen sicher und gut verträglich; schwere Nebenwirkungen traten unter dem Medikament nicht häufiger auf als unter einem wirkstofffreien Scheinmedikament (Placebo).
Die Studie untersuchte zudem, ob Statine die sogenannte „behinderungsfreie Lebenszeit“ verlängern oder vor geistigem Abbau schützen. Hier zeigte sich kein statistischer Unterschied: Die Therapie verhindert Gebrechlichkeit, führte aber erfreulicherweise auch zu keinerlei geistigen Einbußen. Das Medikament wirkt somit genau dort, wo es soll – als hochwirksamer, gezielter Schutzschild für Ihre Blutgefäße.
Was bedeutet das für Ihre persönliche Vorsorge? Das Lebensalter allein ist kein Grund, auf eine effektive Gefäßprävention zu verzichten. Dennoch entscheide ich in meiner Praxis stets individuell: Anhand Ihres persönlichen Risikoprofils – gestützt durch moderne Gefäßdiagnostik und Laboranalysen – wägen wir gemeinsam ab, ob eine medikamentöse Cholesterinsenkung für Sie sinnvoll ist.
Sprechen Sie mich gerne bei Ihrem nächsten Termin darauf an.
22.09.2026: Neue Möglichkeiten in der Leistungsdiagnostik
Unser Cortex METALYZER® wurde heute durch die Herstellerfirma an unsere Praxis übergeben. Damit können wir Ihnen künftig spiroergometrische Untersuchungen auf dem Sitz-Ergometer oder dem Laufband anbieten.
Die Spiroergometrie ermöglicht eine präzise Beurteilung Ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit, der Herz-Kreislauf- und Lungenfunktion sowie der individuellen Belastbarkeit. Darüber hinaus können wir die Untersuchung zur gezielten Trainingsoptimierung nutzen – beispielsweise zur Bestimmung individueller Trainingsbereiche.
Wir freuen uns, unser diagnostisches und präventivmedizinisches Angebot damit weiter auszubauen und Sie künftig noch individueller begleiten zu können.
18.09.2026: Neue ESC-Leitlinien 2026: Was sich für Herzinsuffizienz-Patienten ändert
Liebe Patientinnen und Patienten,
die European Society of Cardiology (ESC) hat 2026 ihre Leitlinien zur Behandlung der Herzschwäche (Herzinsuffizienz) aktualisiert. Diese neuen Empfehlungen bringen wichtige Fortschritte – für bessere Diagnosen, wirksamere Therapien und mehr Lebensqualität. Was ändert sich bzw. wie profitieren Sie von den neuen Empfehlungen?
Bisher wurde die Herzinsuffizienz anhand der Auswurffraktion des Herzens, der sogenannten Ejektionsfraktion oder LVEF, in drei Gruppen eingeteilt. Zukünftig erfolgt die Einteilung der Herzinsuffizienz in zwei Hauptformen
- HFrEF: Herzinsuffizienz mit verminderter Pumpfunktion
- HFpEF: Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion
und vier Krankheitsstadien
- Stadium A: Erhöhtes Risiko
- Stadium B: Prä-Herzinsuffizienz
- Stadium C: Symptomatische Herzinsuffizienz
- Stadium D: Fortgeschrittene Herzinsuffizienz
Bisher wurden u.a. Laborwerte wie das BNP oder NT-proBNP zur Diagnosestellung genutzt. Jetzt kommen zwei neue Biomarker dazu, um Herzschwäche noch früher und genauer zu erkennen (Galectin-3 - zeigt Entzündungen im Herzmuskel an, sowie ST2).
In der medikamentösen Therapie empfieht die ESC
- SGLT2-Hemmer (z. B. Dapagliflozin) – auch ohne Diabetes. Eine Medikamentengruppe, welche das Risiko für Krankenhausaufenthalte reduziert und die Lebenserwartung verbessern kann.
- ARNI (z. B. Sacubitril/Valsartan) – wird früher im Krankheitsverlauf eingesetzt.
- Ivabradin – hilft, wenn der Puls trotz Betablockern zu hoch ist.
Ergänzend sollte der Lebensstil angepasst werden. Fokus liegt hierbie auf Ernährung und Bewegung.
- Ernährung: Weniger Salz (max. 5 g/Tag), Flüssigkeit kontrollieren (1,5–2 Liter/Tag, bei fortgeschrittener Herzschwäche), Mediterrane Kost (Gemüse, Olivenöl, Fisch).
- Bewegung: Moderates Training (z. B. Spaziergänge, Radfahren) wird dringend empfohlen – solange es Ihr Zustand zulässt, Reha-Sport nach Herzinfarkt oder bei fortgeschrittener Herzschwäche.
- Rauchen und Alkohol: Rauchen stoppen – das schützt Ihr Herz! Alkohol nur in Maßen (max. 1 Glas/Tag für Frauen, 2 für Männer).
Moderne, digitale Hilfe und Therapieüberwachung wird ebenfalls empfohlen. Hierzu zählen
- Apps zur Symptomkontrolle (z. B. Gewicht, Blutdruck, Luftnot)
- Telemonitoring (z. B. implantierbare Sensoren, die Druckwerte im Herzen messen)
- Schnelle Arzt-Patienten-Kommunikation per App oder Telefon
Die neue Einteilung soll die Behandlung übersichtlicher machen. Gleichzeitig bleibt die Herzinsuffizienz eine komplexe Erkrankung, die regelmäßig kontrolliert und individuell behandelt werden muss.
Die Leitlinien betonen Warnsignal auf die Sie achten sollten, um eine Herzschwäche frühzeitig zu erkennen bzw. die auf eine Verschlechterung einer vorbekannten Herzschwäche hindeuten können:
- Neue oder verstärkte Luftnot (auch in Ruhe oder nachts)
- Schwellungen an Beinen, Knöcheln oder Bauch
- Plötzliche Gewichtszunahme (mehr als 2 kg in 3 Tagen)
- Häufiger nächtlicher Harndrang
- Müdigkeit und Schwäche
- Häufiger Husten (besonders nachts oder im Liegen)
Grundsätzlich ist eine schnelle Arzt-Patienten-Kommunikation per App, Telefon oder persönliche Sprechstunde empfohlen. Gerne können Sie uns auch jederzeit kontaktieren, sollten Sie den Verdacht haben an einer Herzschwäche zu leiden.
Vereinbaren Sie einen Termin um:
✔ Ihre aktuelle Therapie zu überprüfen
✔ Neue Medikamente oder digitale Lösungen kennenzulernen
✔ Einen persönlichen Plan für Ernährung, Bewegung und Medikamente zu erstellen.
12.09.2026: Praxis-Neueröffnung: Erstklassige Kardiologie in Adendorf bei Lüneburg

Wir freuen uns, Sie ab dem 23.09.2026 im neu gegründeten Medicum Lüneburg begrüßen zu dürfen! Unsere Privatpraxis für Kardiologie und Innere Medizin verbindet modernste Medizintechnik auf Universitätsniveau mit einer exklusiven Wohlfühlatmosphäre, in der Sie als Patient im Mittelpunkt stehen.
Ihre Vorteile bei unserer Neueröffnung:
- Sofortige Terminverfügbarkeit: Keine monatelangen Wartezeiten für kardiologische Untersuchungen.
- State-of-the-Art-Ausstattung: Ultraschallgeräte und EKG-Systeme der neuesten Generation für maximale Präzision.
- Sicherheit durch Erfahrung: Langjährige klinische Expertise aus der universitären Spitzenmedizin.
Vereinbaren Sie Ihren Kennenlern- oder Vorsorgetermin ganz unkompliziert online oder telefonisch.