Fettstoffwechselstörungen: erkennen, einordnen und behandeln
Erhöhte Blutfettwerte verursachen meist keine spürbaren Beschwerden. Dennoch können sie – abhängig von der Art und Höhe der Werte sowie weiteren Risikofaktoren – das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen relevant beeinflussen. Eine ärztliche Abklärung hilft, Laborwerte und das individuelle Risiko im persönlichen Zusammenhang zu beurteilen und passende nächste Schritte zu besprechen.
In meiner Privatpraxis für Kardiologie und Innere Medizin in Adendorf bei Lüneburg bin ich Ihr Ansprechpartner, wenn Sie erhöhte Cholesterin-, Lipoprotein (a) - oder Triglyceridwerte abklären lassen möchten oder Fragen zu Ihrer bestehenden Behandlung haben.
Was sind Fettstoffwechselstörungen?
Bei einer Fettstoffwechselstörung, auch Dyslipidämie genannt, sind bestimmte Blutfette oder ihre Transporteiweiße verändert. Dazu gehören vor allem Cholesterin, Triglyceride und Lipoproteine. Häufig sind mehrere Werte gleichzeitig betroffen.
Die Bedeutung eines Laborwerts hängt immer auch vom individuellen Herz-Kreislauf-Risiko ab. Dabei spielen zum Beispiel bereits bekannte Gefäß- oder Herzerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen, Nierenerkrankungen und familiäre Vorbelastungen eine Rolle. Die aktuellen europäischen Empfehlungen berücksichtigen neben LDL-Cholesterin auch Faktoren wie erhöhte Triglyceride und Lipoprotein(a).
Die häufigsten Formen
Erhöhtes LDL-Cholesterin
LDL-Cholesterin wird häufig als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet. Ein dauerhaft erhöhter Wert kann zur Entstehung von Ablagerungen, sog. Plaques bzw. Atherosklerose, in den Gefäßen beitragen. Wie der Wert bei Ihnen zu beurteilen ist und welches Therapieziel sinnvoll sein kann, hängt von Ihrem persönlichen kardiovaskulären Risikoprofil ab.
Erhöhte Triglyceride
Triglyceride sind Blutfette, die unter anderem durch Ernährung, Alkohol, Übergewicht, Diabetes oder bestimmte Erkrankungen beeinflusst werden können. Deutlich erhöhte Triglyceride sollten ärztlich beurteilt werden, wobei auch eine mögliche behandelbare Ursachen dabei berücksichtigt werden sollte.

Niedriges HDL-Cholesterin
HDL-Cholesterin wird oft als „gutes“ Cholesterin bezeichnet. Ein niedriger Wert kann zusammen mit anderen Risikofaktoren auf ein ungünstigeres Risikoprofil hinweisen. Entscheidend ist jedoch nicht ein einzelner Laborwert, sondern die Gesamtbeurteilung.
Erhöhtes Lipoprotein(a)
Lipoprotein(a), kurz Lp(a), ist ein überwiegend erblich beeinflusster Blutfettwert. Ein erhöhter Wert kann das kardiovaskuläre Risiko zusätzlich beeinflussen. Eine Bestimmung kann insbesondere bei familiärer Vorbelastung oder bekannten Gefäßerkrankungen sinnvoll sein. Die aktuelle ESC/EAS-Aktualisierung führt erhöhtes Lp(a) als Risikomodifikator auf.
Familiäre Hypercholesterinämie
Bei einer familiären Hypercholesterinämie ist das LDL-Cholesterin oft bereits früh im Leben deutlich erhöht. Hinweise können sehr hohe Cholesterinwerte oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkte / Schlaganfälle oder ein plötzlicher Herztod, in der Familie in vergleichsweise jungen Jahren sein. Bei Verdacht ist eine gezielte ärztliche Abklärung wichtig.
Wie läuft die Abklärung in meiner Praxis ab?
Zu Beginn besprechen wir Ihre bisherigen Laborwerte, Ihre Krankengeschichte, Medikamente und mögliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie. Anschließend planen wir die Untersuchung passend zu Ihrer persönlichen Fragestellung. Dazu kann eine Blutuntersuchung mit Bestimmung der Blutfette (Lipidprofil) gehören. Je nach Situation können weitere Laborwerte sinnvoll sein, um mögliche Ursachen oder Begleiterkrankungen zu prüfen.
Vor einer Behandlung sollten unter anderem mögliche sekundäre Ursachen berücksichtigt werden. Dazu zählen beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes, Leber- oder Nierenerkrankungen sowie bestimmte Medikamente.
Welche Behandlung kommt infrage?
Die Behandlung richtet sich nach Ihren individuellen Werten, Ihrem Gesamtrisiko und möglichen Vorerkrankungen. Je nach Befund können Veränderungen des Lebensstils, eine medikamentöse Behandlung oder eine Kombination beider Ansätze besprochen werden. Wenn bereits eine Therapie besteht, prüfen wir gemeinsam, ob sie verträglich ist und ob die vereinbarten Behandlungsziele erreicht werden.
Bitte ändern oder beenden Sie verordnete Medikamente nicht eigenständig. Besprechen Sie Fragen zu Wirkung, Verträglichkeit oder Alternativen mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.
Ihr Ansprechpartner für die Abklärung in Adendorf bei Lüneburg
Wenn bei Ihnen erhöhte Blutfettwerte festgestellt wurden, eine familiäre Vorbelastung besteht oder Sie eine bestehende Behandlung kardiologisch einordnen lassen möchten, können Sie einen Termin in meiner Privatpraxis für Kardiologie und Innere Medizin vereinbaren. Gemeinsam besprechen wir Ihre Befunde und klären, welche weiteren Untersuchungen oder Maßnahmen für Sie infrage kommen.
Häufige Fragen im Zusammenhang mit Fettstoffwechselstörungen
LDL und HDL sind Transportpartikel für Cholesterin im Blut. Ein erhöhtes LDL-Cholesterin kann zur Ablagerung von Cholesterin in den Gefäßwänden beitragen. HDL gehört ebenfalls zur Beurteilung des Lipidprofils, doch für die Einschätzung zählt immer das Gesamtbild – nicht ein einzelner Wert.
Häufig werden Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyceride bestimmt. Je nach Fragestellung können weitere Werte wie Lipoprotein (a) oder Apolipoprotein B sinnvoll sein. Welche Untersuchungen geeignet sind, wird individuell entschieden.
Für eine erste Bestimmung des Lipidprofils ist Nüchternheit nicht immer erforderlich. Bei bestimmten Fragestellungen – zum Beispiel auffälligen Triglyceridwerten – kann eine nüchterne Kontrollmessung sinnvoll sein.
Es gibt keinen einzelnen Zielwert, der für alle Menschen gleichermaßen gilt. Die Behandlung richtet sich nach dem individuellen Herz-Kreislauf-Risiko. Bei bereits bekannten Gefäß- oder Herzerkrankungen können andere Therapieziele gelten als bei Personen ohne solche Vorerkrankungen. Die ESC/EAS-Leitlinien von 2025 bestätigen weiterhin risikobasierte LDL-Zielwerte.
Lipoprotein(a), kurz Lp(a), ist ein Blutfettwert, der überwiegend erblich beeinflusst wird. Ein erhöhter Wert kann das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko zusätzlich beeinflussen.
Ja. Bestimmte Erkrankungen, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes, sowie manche Medikamente können die Blutfettwerte beeinflussen. Bei der Abklärung berücksichtigen wir deshalb mögliche Begleiterkrankungen, Medikamente und Lebensstilfaktoren.
Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung können wichtige Bestandteile der Behandlung sein. Ob zusätzlich Medikamente sinnvoll sind, hängt unter anderem von den gemessenen Werten, Ihrem individuellen Risiko und möglichen Vorerkrankungen ab. Das besprechen wir gemeinsam.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Es hängt von der Ursache der erhöhten Werte, Ihrem persönlichen Risiko und dem bisherigen Verlauf ab. Bitte setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenständig ab oder verändern Sie die Dosis, sondern besprechen Sie Ihre Fragen in der Praxis.
Eine ärztliche Abklärung kann sinnvoll sein, wenn bei Ihnen erhöhte Werte festgestellt wurden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie gehäuft auftreten oder Sie bereits eine Gefäß- oder Herzerkrankung haben. Auch bei Fragen zu einer bestehenden Behandlung können Sie einen Termin vereinbaren.
In meiner Privatpraxis für Kardiologie und Innere Medizin in Adendorf bei Lüneburg bespreche ich mit Ihnen Ihre Laborwerte, Ihre persönlichen Risikofaktoren und mögliche nächste Schritte. Welche Untersuchungen oder Behandlungen infrage kommen, wird individuell festgelegt.